Essen bei Nacht II

Revolte gegen Prinz Altfried

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Rollenspiel bei Stayka vom 1996/05/16

Charakter Spieler
Spielleiter Baldur G. Idriel
Anshara St.Germain (Toreador) Stayka
Celeste P. de Montrevil (Tremere) Miriam
Chardice J. Fontaine (Gangrel) Shaya
David Talbot (Caitiff) Kahvi
Rosco (Brujah) Ace Larson
Sara Sobieski (Ventrue) Kamisha

NSCs: Horst Jankowitz, Prinz Altfried (Ventrue), diverse Anarchen, zwei Ghule, ein besessenes Haus, eine Tür


Kapitel 1: Was bisher geschehen ist

Anshara, die mittlerweile po-lange Haare hat (endlich ist ihr das Ritual Wiedergeburt der sterblichen Eitelkeit voll und ganz geglückt), hat beschlossen, eine Naturheilpraxis in Essen zu eröffnen, da sie der Ansicht ist, ein kleiner Tapetenwechsel täte ihr ganz gut.

Nach dem Sieg über die Satansjünger vor acht Monaten hatte sich Astarte, die ja eine Heilpraktikerin war, abgesetzt, und Anshara bat die Ventrue Sara Sobieski, zu versuchen, die nun freigewordene Praxis für sie zu erwerben. Sara, die sich unter anderem als Immobilienmaklerin betätigte, gelang dies auch, und nun kann Anshara die Villa in Essen-Werden ihr eigen nennen.

Nach einer gründlichen Reinigung (insbesondere magisch, da Astarte ziemlich finstere Rituale in dem Haus abgehalten hatte), hat Anshara ihre Praxis eröffnet. Ansharas Sprechzeiten sind von März bis September Mo-Fr von 21:00-23:00 Uhr und 05:00-07:00 Uhr (um diese Zeit sind die Energieströme ruhiger, und Heilungen gehen leichter vonstatten...) und nach Vereinbarung. Die Praxis selber befindet sich im Untergeschoß. Unterdessen ist ihr Ghul Michelle d'Aillard aus Paris nach Essen gezogen, und diese kümmert sich nun tagsüber um die Praxis und führt Ansharas Haushalt in der Villa.

Nach einen halben Jahr hat Anshara acht bis neun regelmäßige Patienten, die einmal im Monat bei ihr vorbeikommen und insgesamt etwa zwanzig Patienten pro Monat, wobei es sich meist um ältere Personen und Frauen handelt, die Ansharas Zugang zur Naturheilkunde höchst faszinierend finden.

In der Zwischenzeit hat Anshara einen 17 Jahre alten, eierschalenfarbenen Mercedes 200D erworben sowie ein D1- und ein D2-Handy.

Sara ist ein häufiger Gast in der Praxis und betätigt sich auch als Ansharas Lehrling und Assistentin, insbesondere, da ab und zu auch schon mal leckere junge Männer vorbeikommen.

Die politische Situation in Essen ist gespannt. Nach dem Tod von Prinzessin Theophanu hat deren Kind Altfried Krupp die Macht an sich gerissen. Dieser ist ein cholerischer, ungerechter Prinz, der es sich schon nach kürzester Zeit mit einem Großteil der Essener Kainskinder verdorben hat.

So ließ er z.B. Ende März Sara Sobieski pfählen und vier Tage in seinem Thronsaal aufhängen, da diese sich weigerte, alle zwei Wochen bei ihm zu erscheinen. Weiter will er durchsetzen, daß jedes Kainskind in seinem Herrschaftsbereich ihm pro Tag zwischen zehn und 25 DM Steuern bezahlen soll.

Prinz Altfried sucht derzeit nach Alexander von Isenberg, einem Ventrue, der angibt, ebenfalls Theophanus Kind zu sein und ihm offenbar die Macht streitig machen will. Zu Altfrieds Gefolge gehören unter anderem drei Nosferatu, zwei Toreador und zwei Ventrue.

Er ist schlecht zu sprechen auf die Toreador-Prinzessin Valérie St.Etienne von Oberhausen, François Villon von Paris, Ausländer im allgemeinen, Malkavianer, Toreador und vieles, vieles mehr. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, seinen Thron zu zerdeppern, sei es per Hand oder mit seinem Schwert.

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Kapitel 2: Erste Schritte

Man schreibt Dienstag, den 16. April 1996, etwa gegen 03:30 Uhr.

Anshara ist zu Hause und schmökert in diversen okkulten Büchern, als Sara anruft, die nach Bochum zurückgefahren ist. Sara erzählt, daß sie Rosco gesehen hat. Anshara ist nicht begeistert und meint, da wo Rosco ist, sind Schlägereien und sonstige Gewalttaten nicht fern.

Sie erzählt der Ventrue, daß morgen (heute...) Horst Jankowitz einen Termin um 22:00 Uhr hat, ein junger Bluthochdruckpatient, der ganz nach Saras Geschmack ist. Sara verspricht, pünktlich zu kommen.

20:00 Uhr - Nach einer angenehmen Tagruhe steht Anshara auf und will sich gerade ankleiden, als das Telefon klingelt. Ein Mann erzählt, daß seine Blutegel husten und fragt, was er unternehmen soll. Die Heilpraktikerin ist ein wenig perplex, ehe sie die Stimme erkennt. Es ist Rosco.

Der Brujah erkundigt sich, was Anshara von Prinz Altfried hält. Anshara ist nicht begeistert von ihm, hat aber bislang noch keinen Entschluß gefaßt, ob sie nun für oder gegen ihn sein sollte. Das heißt, eigentlich ist sie eher gegen ihn, denn die Idee mit der Steuer und was der Typ Sara angetan hat, ist ja wohl absolut daneben gewesen.

Rosco ist zufrieden damit und erzählt, daß er in Gelsenkirchen ein paar Anarchen getroffen hat, die genau wie er meinen, daß Altfried Krupp als Prinz nicht tragbar ist. Ein Alexander von Isenberg scheint etwas gegen den Prinzen unternehmen zu wollen, und Rosco hat beschlossen, sich demnächst mit diesem zu treffen, um herauszufinden, ob jener als Prinz besser geeignet sei.

Anshara sagt zu, nach dem Termin um 22:00 Uhr in Gelsenkirchen vorbeizukommen (etwa 23:00 Uhr oder so) und läßt sich von Rosco die Adresse des Anarchentreffpunkts geben.

Es gelingt Anshara nun, sich anzuziehen. Als sie einmal nach draußen schaut, erspäht sie einen jungen Mann, der auf einen Baum zugeht, dort einen Ast hochhebt und diesen bald darauf wieder fallenläßt.

Um 21:30 Uhr kommt Sara Sobieski vorbei. Sie erklärt, daß sie hungrig sei, und will wissen, ob ihr Abendessen schon da ist. Eine Viertelstunde später taucht Horst Jankowitz auf, und Sara bekommt ihr Häppchen. Etwa gegen 22:00 Uhr geht Horst wieder.

Anshara geht mit Sara nach oben, um Michelle zu bitten, den Rest der Sprechstunde zu übernehmen. Sie sieht wieder den Mann von vorhin und beschließt, kurz nach draußen zu gehen, um ihn genauer in Augenschein zu nehmen, da er auf ihr Haus zusteuert. Sara folgt ihr vor die Tür.

Auspex 2: Aura-Wahrnehmung verrät Anshara, daß der Mann ein Vampir ist und sich verwirrt und neugierig fühlt. Er stellt sich als David Talbot vor und erkundigt sich, um was für eine Villa es sich bei dem gegenüberliegenden Haus handelt.

Sara, die sich mit allerlei zum Verkauf stehenden Immobilien auskennt, gibt ihm Auskunft über ein paar standardmäßige Dinge bezüglich des Objekts.

Anshara will wissen, warum David sich für das Haus interessiert, und er erwidert, daß es dort anscheinend spukt. Auf einmal klingelt Ansharas Handy.

Eine Chardice Jeanne Fontaine ist am Apparat und erklärt, daß sie Ansharas Telefonnummer von einem Jerome Vanquardt aus Flandern erhalten habe, und daß sie gerne etwas von ihr lernen möchte, da sie, Anshara, eine Heilpraktikerin sei. Anshara vereinbart einen Termin mit ihr am Mittwoch um 21:00 Uhr.

Anschließend wendet sie sich erneut an David und meint, sie wolle sich das mit dem Spuken selber mal ansehen. Sie schließt die Haustür ab und folgt David zu dem Haus, Sara ditto. Das Haus hat eine schwach grünliche Aura, was darauf hindeutet, daß es von irgendetwas besessen ist.

David erzählt, daß er drinnen war, und daß er eine Art Geist oder etwas ähnliches dort gespürt habe. Anshara spürt nichts, aber David klärt sie auf, daß dies daran liegt, daß sie offenbar kein Medium sei, er aber wohl.

Sie gehen um das Haus herum, wo ein Fenster offensteht, welches David dazu benutzt hatte, hineinzugelangen. Sara ist wieder mal schockiert, daß David eine so unmoralische Tat begangen hat wie das unrechtmäßige Betreten fremden Eigentums, und daß Anshara es ihm anscheinend nachmachen will.

Anshara späht mit Auspex 2: Aura-Wahrnehmung in den Raum hinter dem Fenster und erkennt wieder die grüne Aura. Auf der anderen Seite des Hauses fällt Glas vom Giebel herunter. Anshara und David laufen herum, und während Anshara abermals nur eine grüne Aura (mit ein wenig weiß) sieht, kann David sogar kurz ein Kindergesicht erkennen.

Sara, die noch halb auf der anderen Seite ist, sieht, wie die Tür neben dem Fenster aufgeht, obwohl niemand da ist, der sie geöffnet haben könnte. Sie teilt dies den anderen mit, und die gehen wieder nach hinten.

Anshara vergeigt den Wurf auf Auspex 2: Aura-Wahrnehmung und sieht dicke schwarze Streifen in der Aura der Tür. Logische Schlußfolgerung: Das Ding hat einen Vampir diablerisiert (und zwar mindestens einen von der Generation Cains)! Anshara ist entsetzt und teilt den anderen panisch ihren Fund mit. David schüttelt nur den Kopf, da er nur das übliche sieht: eine harmlose Tür... Anshara bleibt sicherheitshalber hinter David, als der auf die Pforte zugeht, da sie dem Teil nicht traut.

Als David allerdings nichts passiert, folgt sie ihm in den Raum, wo auf einmal ein Wasserhahn zu laufen beginnt. David dreht den Hahn zu, und ein anderer beginnt zu laufen. Vom Obergeschoß hört man ein lautstarkes Klopfen.

Da Anshara nun bemerkt, daß es schon 22:45 Uhr ist, sagt sie, daß sie nach Gelsenkirchen muß. Sara läßt ihr Auto bei der Villa stehen, und Anshara fährt mit ihr und David (der wird einfach eingetütet, ob er will oder nicht) im Mercedes zu der Kneipe der Anarchen. Das Haus können sie später weiter untersuchen, meint sie.

Kurz nach 23:00 Uhr sind sie an der Bar in Gelsenkirchen. Ein Check mit Auspex 2: Aura-Wahrnehmung teilt Anshara mit, daß von den Personen, die sie in der Kneipe sieht, außer Rosco, David und Sara noch fuenf Kainskinder und zwei Menschen sind.

Sie erblickt Rosco an einem Tisch und steuert auf diesen zu. Er stellt ihr die Anarchen vor: Christian, Yannik Torana, Coppola (Ravnos-Ghul), Hilde (Malkavianerin), Slash (Toreador), Michael Tolkien (Ravnos) und Sonja (Ravnos-Ghul). Rosco erzählt ihr von der geplanten Revolution (Christian scheint ein eingefleischter Kommunist zu sein, der etwas gegen jedwede Form von Kapitalismus hat...) und daß morgen das Meeting mit Alexander von Isenberg angesetzt ist.

Die Anarchen haben einen Verbündeten bei Prinz Altfried, einen unbindbaren Ghul namens Frank, der sie mit Informationen versorgt. Anshara beschließt, daß sie beim Prinzen vorbeigehen will, um diesen Ghul zu checken. Sie will David Talbot bei Krupp vorstellen, damit ihr Besuch keinen Verdacht erweckt.

Auf der Fahrt fragt sie David nach seinem Clan und Herkunft, und er erzählt ihr, daß er ein Toreador aus London sei, und schon überall in der Welt herumgekommen wäre. Er war in Paris, in den USA etc.

Beim Prinzen angekommen, sieht Anshara zwei Handwerker zur Tür herauskommen. Offenbar hat Prinz Altfried wieder mal einen neuen Thron bekommen. Ein Diener führt sie zum Prinzen, wo sie David Talbot als Clangefährten aus London einführt.

Der Prinz fängt natürlich sofort wieder an, über England, Gott und die Welt zu lästern. Zwischendurch erkundigt er sich, auf welcher Seite eigentlich Anshara steht. Ihr gelingt es, ihn mit ein wenig Schauspielerei davon zu überzeugen, daß sie auf seiner Seite ist, ohne direkt zu lügen, da ihm das bestimmt aufgefallen wäre. ("Ihr seid der Prinz von Essen und somit mein Prinz, da müßtet Ihr doch wissen, auf welcher Seite ich stehe...")

Nun wirft sie Auspex 4: Telepathie an und checkt die beiden Ghule neben dem Prinzen, leider bekommt sie nicht viel heraus. Der eine zählt und ist gerade bei 128 angelangt, während der andere etwas denkt wie "...ich darf nicht auffallen, damit der Prinz mich nicht bestraft... ich frage mich, wie Frank das schafft..."

Da sie gerade dabei ist, wendet sie Auspex 4: Telepathie auch noch auf David Talbot an und stellt fest, daß dieser den Prinzen für einen ungehobelten Klotz hält und bestimmt nicht mit ihm zusammenarbeitet.

Sie fragt den Prinzen, ob sie sich nun entfernen dürfen, und Altfried Krupp schmeißt sie mehr oder weniger hinaus. Sie fahren also nach Gelsenkirchen zurück.


Rollenspiel bei Baldur vom 1996/06/30

Charakter Spieler
Spielleiter Baldur G. Idriel
Anshara St.Germain (Toreador) Stayka
Jean LeCartres (Toreador) Shavana
David Talbot (Caitiff) Kahvi
Sara Sobieski (Ventrue) Kamisha

NSCs: Diverse Anarchen, zwei Ghule, ein besessenes Haus, einige Geister, einiges Grufts und Punks


Als David und Anshara die Kneipe Roter Stern betreten, sehen sie dort diverse Leute, einen Billard-Tisch, an dem drei Menschen spielen sowie einen Spielautomaten, der von einem weiteren Menschen gefüttert wird. Sara steht herum und auch der Toreador-Anarch Slash, welcher gerade ganz gefangen die bunten Lichter des Spielautomaten betrachtet.

Anshara findet, daß Slash einen guten Geschmack hat und ist ebenfalls total von den Lichtern fasziniert. Als der Spieler kein Geld mehr hat, leiht sie ihm 5 DM. David kann nicht ganz nachvollziehen, was an dem Gerät so interessant ist.

Schließlich schafft die Toreador, sich von dem Anblick loszureißen und geht in das Nebenzimmer der Kneipe, wo sich drei Anarchen befinden. Christian, Yannik sowie Slash, der nun auch wieder dazustößt.

Anshara fragt, wo der Rest ist, und Christian erklärt, daß Michael, Coppola und Sonja in der Disco Zeche Bochum sind. Anshara bemerkt, daß sie mehr auf klassische Musik steht.

Nun beginnt Christian, die drei (Anshara, Sara und David) ein wenig auszufragen. Die seines Erachtens wichtigste Frage stellt er natürlich zuerst - wie stehen die drei zum Kapitalismus. Anshara erklärt, daß sie als Heilpraktikerin durchaus Geld von den Leuten nimmt, und er bezeichnet sie als Kapitalistin und Ausbeuterin. Anshara denkt sich ihren Teil und erwidert lieber nichts.

Sara als Ventrue ist natürlich sofort auch eine Kapitalistin und Ausbeuterin. Christian ist erstaunt zu erfahren, daß sie aus einem sozialistischen Staat (Sara ist Polin) stammt, aber niemandem den Sozialismus und Kommunismus wünscht.

David enttarnt sich alsbald als Sozialdemokrat, obwohl er wiederholt darauf hinweist, daß er keine Lust hat, sich in die hiesige Politik einzumischen. Christian findet das ziemlich schlecht, da doch alles Politik ist.

Auf einmal erscheint ein zuvor verdunkelter Vampir, und Anshara ist höchst fasziniert, da dieser ja ziemlich viel Verdunklung zu können scheint (auf jeden Fall mehr als sie Auspex). Sie versucht, ihn mit Auspex 4: Telepathie zu scannen, aber da sie einen üblen Telepathie-Hänger hat, stürmen nun von allen Seiten unkontrolliert telepathische Stimmen auf sie ein. Sie gerät total in Panik und rennt quietschend nach draußen. Sara läuft hinter ihr her und versucht, sie zu beruhigen, aber es hat keinen Zweck. Anshara wetzt weiter quietschend in Panik um den Häuserblock herum.

Nach drei Minuten beruhigt sie sich und kehrt in die Kneipe zurück. Ganz vorsichtig betritt sie den Nebenraum, wo sich ihr der Neuankömmling als Erich Sand, ehemaliger Tremere und nun Caitiff vorstellt. Anshara ist sehr mißtrauisch und begutachtet ihn vorsichtig.

Erich besteht darauf, das Ritual 2: Fremdeinfluß aufspüren an den dreien auszuführen, wenn sie morgen Alexander von Isenberg treffen wollen. Obwohl Anshara immer noch mißtrauisch ist, stimmt sie als erste zu, und Erich testet sie und die anderen beiden. Er ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Logischerweise ist Anshara neugierig, was das für ein Ritual war, und sie versucht, Erich die Infos zu entlocken. Er erklärt es ihr, und als Anshara ihn fragt, ob er es ihr auch beibringen könnte, stimmt er zu, warnt sie aber, daß es zwei Monate gedauert hatte, bis er es gelernt hätte. Anshara ist das gleich, hauptsache, er bringt es ihr bei.

Sie vereinbaren ein Treffen morgen um 22:00 Uhr, ebenfalls im Roten Stern in Gelsenkirchen, von wo aus sie dann zu Alexander gebracht werden sollen. Anschließend fahren sie nach Essen zurück.

* * *

Anshara parkt den Wagen in der Garage, und sie beschließen, die restliche Zeit der Nacht dafür zu nutzen, noch einmal das Haus zu untersuchen. David, Sara und Anshara wandern also hinüber, und Anshara faßt eine Mauer an und wirft Auspex 3: Geistige Berührung an. Sie spürt eine bizarre Aura, funkensprühend, scharf flackernd und wirbelnd. Wenn sie weiter nach oben hin tastet, wird sie stärker, nach untenhin schwächer. Zudem erhält sie die Eindrücke eines etwa 60-70 Jahre alten Mannes mit kurzem weißen Vollbart, weißen Haaren und hohem Stirnansatz, der in einen sehr altmodischen Nadelstreifenanzug gekleidet ist.

Auch David nutzt sein Auspex 3: Geistige Berührung. Er geht zum Hintereingang, wo er den Fußboden des Raumes hinter der Tür untersucht. Als er fertig ist, geht er zu Anshara zurück, gerade als oberhalb von ihr ein Fenster kaputtgeht. Die Toreador springt erschrocken zurück, als das Glas herunterrieselt.

Als sie David sieht, erzählt sie ihm von ihrer Erscheinung, und er vermutet, daß es sich dabei um einen Geist handelt, der ihn schon eine Weile heimsucht. David schlägt vor, nach oben zu gehen, und Anshara ist einverstanden, falls er vorgeht. Die beiden Frauen folgen David durch den Hintereingang in das Haus. Im ersten Raum nimmt Anshara wieder eine bedrohliche Aura wahr und versteckt sich sicherheitshalber hinter David.

Sie gelangen zu einer Treppe. Von oben tropft eine klare Flüssigkeit herunter, und per Auspex stellen Anshara und David fest, daß es sich hierbei wohl um eine Materialisation handelt. Die Flüssigkeit ist allerdings pures Wasser. Anshara traut dem Braten nicht und gräbt einen Stromprüfer aus ihrer Tasche und hält ihn in die Flüssigkeit. Das Metall des Schraubendrehers wird allerdings nicht angegriffen.

David geht die Treppe hoch und sieht ein Zeitungsschiffchen, daß in der Pfütze oben muntere Kreise zieht. Die Flüssigkeit tropft ihn voll. Er faßt das Schiff an und bekommt per Auspex 3: Geistige Berührung positive Eindrücke von einem kleinen Jungen; es ist derselbe den er schon als Vision gesehen hatte. Anshara versteht das nicht ganz, weil sie dachte, daß Geister nur irgendwo bleiben, wenn sie noch eine Rechnung offen haben.

Plötzlich stellt Sara fest, daß es schon 04:00 Uhr morgens ist. Sie beschließen, sich lieber aus dem Haus zurückzuziehen, da hier wohl die Zeit schneller vergeht. Einige kurze Tests bestätigen diese Annahme jedoch nicht.

Als sie wieder in der Villa Ansharas sind, will David ein Taxi rufen, zudem fragt er, ob Anshara weiß, wo er an einen Computer und ein Modem kommen kann. Sie erklärt, daß sie so etwas zufällig im Haus hat und richtet David kurzerhand einen Account auf ihrer Maschine ein (Unixrechner mit direkter Internet-Standleitung)...

Auf einmal stellen die drei fest, daß David voller Blut ist, wo ihn das seltsame Wasser erwischt hatte. Da Anshara und Michelle nur Damenbekleidung in der Villa haben, ruft David in seinem Hotel an und läßt sich seinen Koffer schicken.

Anschließend schreibt er eine Email und schickt sie nach London.

Anshara hört unterdessen ihre Anrufbeantworter ab. Neben einigen Terminanfragen für die Praxis ist auch ein Spruch von Jean auf dem Gerät. Jean erklärt, daß er in Essen ist. Anshara macht zunächst die Termine mit den Patienten klar, ehe sie bei Jean im Hotel anruft. Da er nicht da ist, spricht sie nun auf seinen Anrufbeantworter und bittet ihn, in der nächsten Nacht zur Villa zu kommen.

Sie weist David zum Übertagen die Kabine 2 in der Praxis an, während Sara sich auf die Couch in ihrem Wohnzimmer begibt.

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Kapitel 3: Überfall in Gelsenkirchen

Man schreibt Mittwoch, den 17. April 1996, etwa gegen 20:00 Uhr.

In der Nacht hat Anshara seltsame Träume. Sie sieht den Mann von ihrer Vision am Geisterhaus. Er flüstert unentwegt, aber sie versteht kein Wort. Die Sprache scheint Deutsch zu sein. Plötzlich erklingen immer mehr Stimmen, unterschiedliche Stimmen, männliche, weibliche... Anshara wird von einem Panikanfall heimgesucht und wacht in Blut gebadet auf. Leicht entnervt duscht sie erst einmal und zieht sich um. Die Bettwäsche landet in der Waschmaschine.

Sie checkt den Computer und sieht, daß in Davids Account eine Email eingegangen ist. Absender ist ein Yuri Stefano von einer Organisation Talamasca in London. Sie kopiert den Brief zunächst einmal, auch wenn der Text unverständlich ist. Aber ein Bild ist dabei, wo unter anderem der weißbärtige Mann abgebildet ist.

Auch David hatte einen Alptraum. Als er aufwachte, ist auch er in Blut gebadet, und sogar unter der Liege befindet sich eine Blutlache.

Nachdem er sich gesäubert hat (Michelle mußte mal wieder putzen, was sie gar nicht so toll fand), liest er seine Email. Er erzählt Anshara von dem Inhalt und zeigt ihr das angehängte Bild.

Bei dem weißbärtigen Mann handelte es sich um einen Paul Anton Boettcher, der 1920 mit seiner Familie in dem Haus lebte. Der Junge ist derselbe wie in den beiden Visionen von David. Es handelte sich um Pauls Sohn Friedrich Anton Boettcher, der durch einen Unfall im Teich des Hauses ertrunken war. Das Mädchen auf dem Foto ist Anna Boettcher. Sie ist heute 85 Jahre alt und lebt in Duisburg-Mitte.

David fragt nach Briefpapier, und Anshara bittet Michelle, ihr etwas vom Praxis-Briefpapier zu geben. David schreibt einen Brief. Nun kommt auch Ansharas Gefährte Jean LeCartes an. Sie stellt die Leute einander vor.

Mittlerweile ist es 21:30 Uhr, und Anshara erklärt, daß sie nun nach Gelsenkirchen müßten. Sie tütet kurzerhand alle ein, ob sie wollen oder nicht und erzählt Jean unterwegs, worum es momentan geht.

* * *

In Gelsenkirchen treffen sie im Roten Stern auf Slash, Hilde und Sonja. Die Malkavianerin wirkt sehr panisch, sagt, daß sie bedroht werden und macht sich per Verdunkelung unsichtbar. Anshara verfolgt sie per Auspex zum Fenster und hegt die Vermutung, daß es gesünder wäre, wenn sie ihr folgen würde.

Ergo eilt sie hinter Hilde her, die aus dem Fenster gestiegen und verschwunden ist und klettert ebenfalls hinaus, wobei sie mit dem Gesang beginnt, der als Vorbereitung für das Ritual 2: Anlegen der Maske der Schatten gebraucht wird. Prompt fallen Schüsse, eine Rauchbombe explodiert, und die Kneipe wird überfallen.

Anshara gibt Fersengeld, wobei sie unentwegt leise singt. Mit etwas Verzögerung klettern auch die anderen aus dem Fenster, wobei Slash und Jean dank der Disziplin Geschwindigkeit alle anderen überholen.

Aus einer Einfahrt kommt ein Lieferwagen und verstellt die Einfahrt. Mehrere Typen mit Maschinengewehren stürmen hinter den flüchtigen Anarchen her. Sara, David und Anshara flüchten durch einen Durchgang, und vier Gegner wetzen hinter ihnen her. Anshara rennt weiter und singt dabei. Zwei der Gegner bleiben zurück, aber die anderen beiden eröffnen das Feuer auf David und Sara, die zurückschießen. Es kommt zu einem längeren, heftigen Feuergewecht, bei dem Sara außer Gefecht gesetzt wird.

Nach 20 Minuten hat das Ritual bei Anshara Wirkung gezeigt, und sie ist nun nicht mehr wahrnehmbar. Sie rennt in das Kampfgebiet und kommt gerade rechtzeitig, um Sara zu retten, die Feuer gefangen hat, da sie gerade ihren Angreifer biß, als Jean ihm per Thaumaturgie-Pfad: Lockruf der Flammen 1 ein wenig die Haare angezündet hatte. Anshara schlägt die Flammen mit ihrer Jacke aus und trägt Sara zum Mercedes, wo sie die bewußtlose Ventrue in den Kofferraum packt.

Der Mercedes ist von Christian als Deckung genutzt worden und hat nun eine zerschossene Seitenscheibe und einige Einschußlöcher auf der Fahrerseite. Da nun Polizeisirenen erklingen, stopft Anshara Jean und David in den Wagen und fährt los.

Da die Toreador immer noch unsichtbar ist, sind einige Leute, die den führerlosen Mercedes fahren sehen, leicht bis mittelschwer irritiert... Sie versucht, einem der Anarchen-Autos zu folgen, aber es handelte sich dummerweise um einen Wagen (einen Fiat), der zu Prinz Altfrieds Leuten gehörte. Zum Glück erkennt sie einen von Altfrieds Ghulen, als der Wagen beim Theater hält, und sie beschließt, einen taktischen Rückzug einzuleiten.

Sie ist etwas ungehalten, da sie nun keine Verbindung mehr zu den Anarchen mehr haben, da ja auch Rosco nicht mehr aufzufinden ist. Sie fahren zurück zu Ansharas Villa, wo sie erst einmal Sara ausladen. Die sieht gar nicht gut aus, da sie eine üble Brandwunde am Oberarm hat. Anshara flößt ihr eine Konserve von Horsts Blut ein, die noch im Kühlschrank ist, ehe sie beschließt, ein, zwei Gefäße zu holen, um die Ventrue wieder aufzupäppeln. Die anderen machen sich über die Vorräte im Kühlschrank her.

Sie fährt zum Hauptbahnhof und kassiert in ihrem unsichtbaren Zustand mit je einer Betäubungsspritze drei gutaussehende Männer ein, von denen sie vermutet, daß sie Saras Geschmack entsprechen. Es gelingt ihr, sie bringt die drei zur Praxis und nimmt eine Kostprobe von einem, der aber offenbar ein Herzproblem hat. Daher läßt sie ihn bis auf weiteres in Ruhe und legt ihn auf einer Liege ab. Der zweite wird um ein wenig Blut erleichtert, das Sara aber ausspuckt. Anshara beschließt, sich ihre Nahrung von diesem zu genehmigen. Der dritte ist passend für die Ventrue, und sie wird erst einmal abgefüllt, damit sie schneller heilt.

Nachdem Anshara die Männer an einen Aufbau-Tropf gehängt hat, ruft der Anarch-Tremere Erich Sand an. Er behauptet, daß Rosco sie verraten haben muß und will wissen, wo dieser steckt. Anshara weiß es nicht, würde es aber auch gerne wissen... Erich sagt, daß das Treffen mit Alexander erst einmal flach fällt, und daß er sich in drei Tagen wieder melden würde.

David bekommt eine Ruhestatt auf der Couch in Michelles Wohnzimmer (gut mit Folie etc abgedeckt, falls er wieder undicht wird), während Sara auf die ebenfalls sorgfältig abgedeckte Couch von Ansharas Wohnzimmer gepackt wird. Jean begibt sich wieder in sein Hotel zurück.

Anshara begibt sich nach dem hektischen Tag zur Ruhe und hat wieder Alpträume. Diesmal sieht sie Prinz Altfried und dessen Leute, hört Gespräche, von denen sie kein Wort versteht, und gerät erneut in Panik.

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Kapitel 4: Auf der Suche nach Informationen

Man schreibt Donnerstag, den 18. April 1996, etwa gegen 18:00 Uhr.

Anshara wacht blutgebadet auf und flucht, weil sie schon wieder ihre Bettwäsche versaut hat. Also geht sie zunächst einmal daran, sich zu schrubben und die Bettwäsche in die Waschmaschine zu stopfen.

Gegen 19:00 Uhr kommt Michelle an und beschwert sich, daß David undicht ist. Die beiden Frauen nehmen die Abdeckfolie und schleppen David zur Badewanne, wo sie ihn ablegen. Als er aufwacht, fragt er, was denn los sei, aber als er seinen Zustand sieht, ist er betroffen und erzählt von seinem Alptraum.

Er habe gesehen, wie der Junge ertrank und sei ebenfalls in einem Strudel hinabgezogen worden... Anshara schildert im Gegenzug ihren Alptraum. Sara ist mittlerweile auch wieder zu sich gekommen.

David erklärt, daß er unbedingt ins Stadtarchiv möchte, um dort Nachforschungen über das Haus anzustellen. Sara berichtet von den Außenstellen des Stadtarchivs. Anshara ruft Jean an, um ihn um Mithilfe beim Einbruch in das Archiv zu helfen.

Dann ruft ein Professor Dr. Matthias Van Helsing an, der Anshara unbedingt sprechen muß. Sie wimmelt ihn ab und verabredet einen Termin am Freitag, dem 19. April um 22:00 Uhr. (Eigentlich wollte er schon um 21:00 Uhr kommen, aber die Toreador machte ihm klar, daß sie sich schließlich noch anziehen müßte...)

Nun führt Anshara erneut das Ritual 2: Anlegen der Maske der Schatten durch.

Gegen 21:00 Uhr brechen sie auf. Sara ist wieder fit genug, daß sie ihren Mercedes fahren kann, und sie kutschiert David, Jean und die unsichtbare Anshara zum Haupt-Stadtarchiv.

Da Sara immer noch ziemlich lädiert ist, braucht sie noch einiges an Blut, um sich zu regenerieren. Da sie vor einer Disco - Sigis Kalei - ein paar hübsche schwarzgekleidete Männer sieht, siegt ihr Appetit über den Plan, und sie hält vor dem Eingang und verschwindet darin. (Da heute Donnerstag ist, ist gerade Gruftdisco angesagt.)

Die drei anderen sehen sich leicht pikiert an, da aber das Stadtarchiv nur drei Häuser weiter ist, steigen sie aus und gehen dorthin. Anshara schließt den Wagen ab und nimmt den Autoschlüssel an sich.

Auf den Treppen zum Eingang des Archivs sitzen vier schwarzgekleidete Gestalten (Grufts bis Punks), die einen Joint rauchen. Es ist kein Durchkommen für die Kainskinder, bis Anshara auf die Idee kommt, die vier Leute in ihrem getarnten Zustand zu ärgern. Sie flüstert ihnen Dinge ins Ohr, kitzelt sie etc, bis sie von sich aus die Flucht ergreifen.

Nun kann Jean sich der Alarmanlage widmen. Er stellt fest, daß es sich um einen bestens gesicherten Eingang handelt, der direkt mit der Polizei verbunden ist. Er erklärt, daß das für ihn etwas zu schwierig sei. Anshara schlägt vor, daß sie sich mit dem Ritual 3: Körperlose Bewegung hineinbegeben kann und die Alarmanlage von innen abstellen kann. Sie braucht nur eine Stunde Vorbereitungszeit dafür.

Aber zunächst einmal wollen sie nun nach Sara suchen, die noch in Sigis Kalei steckt. Anshara und Jean gehen hinein, David bleibt draußen. Anshara sieht Celeste, die sie mit Auspex entdeckt. Die Tremere packt ihren Begleiter und verschwindet sicherheitshalber. Sara verschwindet mit dem Barkeeper in einem Gang und kommt kurz darauf allem Anschein nach sehr verwirrt heraus. Sie sieht sich verdutzt um und geht aus der Disco, wo sie stehenbleibt und sich verständnislos umsieht.

Es stellt sich heraus, daß ihr Versuch mit Beherrschung 3: Der vergeßliche Geist danebengegangen ist und sie alles vom Mittag des letzten Tages an bis jetzt vergessen hat, also auch den Kampf in der Nacht. Sie ist sehr verwundert, was sie hier macht und warum sie sich so schwach fühlt.

Anshara spricht Sara unsichtbar an, und diese fällt fast in Ohnmacht, da sie sich nicht daran erinnert, daß Anshara das Ritual kann. Die Toreador erzählt ihr, was vorgefallen ist. Ein Punk in der Nähe ist total irritiert, weil Sara in zwei Stimmen mit sich selbst redet. Er findet, daß sie damit im Varieté auftreten sollte. Als Anshara ihn kitzelt, sucht er das Weite.

Sara fährt sie zur Lichtburg, da ein Teil des Stadtarchivs dorthin ausgelagert worden ist. Es ist gerade eine Vorstellung vorüber, und die Leute strömen aus dem Kino.

Sie gehen zum Hintereingang, wo ein Aufpasser an der Tür steht und darüber wacht, daß niemand dort hineinschlüpft. Als so ziemlich alle draußen sind, schlüpft Anshara hinein und lenkt den Aufpasser ab. Jean und David schlüpfen hinein. Sara zögert noch, bis Anshara sie dazu überredet, auch hineinzukommen. Sie lenkt den Aufpasser ein weiteres Mal ab, und auch Sara gelangt in das Kino.

Sie klettern die Treppe hinauf, und Jean bricht in das Archiv ein. Sara findet, daß das ziemlich ungesetzlich ist, aber David und Anshara überzeugen sie, daß es nur zu aller bestem ist. David und Anshara auspexen in den Archivraum. David hat ein kleines Wahrnehmungsproblem und vermeint, den Teufel dort gesehen zu haben. Anshara hingegen sieht einen Geist, eine ältere Dame, die bei einem der Regale schwebt, den Finger auf den Mund legt und "Psssst!" macht.

Schließlich gehen sie in den Archivraum, sogar David, obwohl diesem der Raum nicht ganz geheuer ist. Sie suchen in den alten Dokumenten nach Zeitungen aus den Jahren 1920 bis 1922 und finden allerlei interessante Hinweise. Das heißt, alle außer Anshara, die einen dicken Wälzer über die Familie Buttcher findet und das für die Infos über die tatsächlich gesuchte Familie Boettcher hält.

Nun wird Anshara wieder sichtbar. Sie liest in ihrem Wälzer etwas von einer Henriette Buttcher, die im Jahre 1601 eine Hexenprobe nicht überlebt hatte, deren Leiche aber nie gefunden wurde. Ihre Schwiegermutter, die sie denunziert hatte, starb kurz danach an der Pest.

Die vier tauschen ihre Funde aus, und nun erfährt Anshara, was sie eigentlich suchen sollte...

Der gebürtige Stuttgarter Paul Anton Boettcher hat 1920 das Haus erbauen lassen, in das seine Familie anschließend einzog. Er war ein namhafter Kulturphilosoph am Priesterseminar in Essen. Das von ihm bebaute Grundstück wurde bereits im Jahr 1450 erwähnt, und es heißt, daß dort Feen gesichtet wurden.

Auf dem Gelände befand sich ein Teich, der früher als 'Hexentaufe' bezeichnet wurde, da in den Jahren 1601 bis 1605 dort Hexenproben durchgeführt und die Frauen dabei getötet wurden. Interessanterweise verstarben Scharfrichter und Inquisitor jeweils kurz nach der Hinrichtung an der Pest.

1921 verstirbt die Großmutter der Familie Boettcher in der Nähe des Teiches an einem Herzinfarkt, und 1922 verschwindet der Junde, Friedrich Boettcher. Seine Leiche wurde nie gefunden. Kurz darauf wurden die Eltern angezeigt, den Jungen getötet zu haben, doch die Anzeige wird unmittelbar wieder zurückgezogen.

Familie Boettcher zieht im November 1922 wieder aus, und eine Familie Kaspar bezieht das Haus. Die Kaspars bleiben allerdings nur sechs Wochen, da es in dem Haus zu spuken scheint.

Nachdem sie sich ausgetauscht haben, schlägt Anshara vor, mal den Ort aufzusuchen, wo diese 'Hexentaufe' gewesen war.


Rollenspiel auf dem FUNACON am 1996/08/02

Charakter Spieler
Spielleiter Baldur G. Idriel
Anshara St.Germain (Toreador) Stayka
Jean LeCartres (Toreador) Shavana
Matthias van Helsing (Tremere) T'al Sha-ya
Miyu (Gangrel) Stack Duroc
Sara Sobieski (Ventrue) Kamisha

NSCs: Michelle (Ghul von Anshara)


Es ist mittlerweise 04:00 Uhr, und Anshara, Sara und Jean begeben sich zu dem Spukhaus zurück. Sara parkt ihren Wagen vor Ansharas Haus, und als sie ausgestiegen sind, bemerken die drei eine Chinesin, die bei dem Spukhaus steht und es beobachtet.

Anshara checkt sie per Auspex 2: Aura-Wahrnehmung und enttarnt sie als weiteres Kainskind. Natürlich konstatiert Anshara sofort, daß sie vom Prinzen geschickt worden ist, insbesondere, als die Chinesin versucht, sich zu verstecken. Mit Auspex 2: Aura-Wahrnehmung und Auspex 4: Telepathie erwischt die Toreador sie jedoch.

Das chinesische Kainskind beschließt, die Initiative zu ergreifen und ruft: "Halt! - Was wollen Sie hier?"

Anshara ist ein wenig irritiert und ruft entrüstet zurück: "Ich wohne hier!" Natürlich meinte sie ihre Villa und nicht das Spukhaus, aber die Chinesin faßt es anders auf und ist folglich peinlich berührt und fühlt sich irgendwie ertappt.

Sie stellt sich als Miyu vor und erklärt, daß sie nach einer Familie Ebert suche, die zu ihren Vorfahren gehören soll.

Anshara glaubt ihr natürlich kein Wort, denn immerhin ist 'Ebert' ein deutscher Name, und Miyu sieht ziemlich asiatisch aus. Erstaunlicherweise stimmt Miyu dem Einwand zu und meint, daß es ihr auch seltsam vorgekommen sei, aber die Spur führte halt hierhin.

Nun ist die Runde an Miyu, Anshara auszufragen, und sie erkundigt sich, wie lange diese hier wohne, und wer vor ihr hier gelebt habe. Wahrheitsgemäß lautet die Antwort 'ein halbes Jahr', und die Vorbesitzerin war die Heilpraktikerin Astarte. Das hilft Miyu natürlich kein bißchen weiter.

Endlich schaffen die vier, sich komplett einander vorzustellen. Anshara fragt Miyu nach Altfried Krupp. Die Chinesin kennt ihn nicht, und Auspex 4: Telepathie versichert Anshara, daß dies stimmt. Da Miyu aber noch nichts vom Essener Prinzen gehört hatte, schlägt die Toreador ihr vor, daß sie sich umgehend bei diesem vorstellen sollte, da er ziemlich pingelig in dieser Hinsicht ist.

Miyu zieht ab, und die anderen drei Kainskinder begeben sich zur verdienten Ruhe.

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Kapitel 5: Das verzauberte Haus schlägt zu

Man schreibt Freitag, den 19. April 1996, etwa gegen 17:30 Uhr.

Anshara hat sich ihren Wecker gestellt, damit sie sich in Ruhe anziehen und noch ein wenig jagen kann, ehe dieser Prof.Dr. Van Helsing vorbeikommt. Sie sättigt sich und bringt noch 9 Punkte für ihre Blutbank mit.

Dann wechselt Anshara noch mal ihre Klamotten und trägt nun ein ärmelloses, bodenlanges, schneeweißes Kleid mit einem kurzen Cape, und ihre Haare sind zu einem po-langen, schwarzen Zopf geflochten.

22:00 Uhr steht Van Helsing auf der Matte. Anshara bittet ihn herein in ihr Sprechzimmer, und er fragt sogleich nach Erich Sand. Was Anshara nicht weiß ist, daß Erich das leicht mißglückte Kind von Van Helsing ist, welches dieser wieder einfangen und auf den rechten Weg bringen will.

Anshara erwidert ganz wahrheitsgemäß, daß sie Erich nur einmal gesehen habe. Matthias glaubt ihr nicht so recht. Nun klingelt das Telefon. Prinz Altfried ist am Apparat und echauffiert sich über Miyus Besuch. Van Helsing hört mit Auspex 1: Geschärfte Sinne gespannt zu.

Offenbar hat sich die chinesische Gangrel daneben benommen, und da Anshara sie zum Prinzen geschickt hatte, ist nun die Toreador an allem Schuld. Anshara versucht, sich zu entschuldigen, doch Prinz Altfried ist in Rage und wirft ihr nun vor, mit den Anarchen zu paktieren, ehe er wutentbrannt auflegt. Anshara seufzt.

Gerade als sie sich wieder Van Helsing widmen will, klingelt erneut das Telefon. Diesmal ist es Rosco, und er will sich mit ihr treffen. Da Van Helsing offenbar die Ohren ziemlich gespitzt hat, wimmelt Anshara Rosco ab und sagt ihm, er solle gegen 24:00 Uhr zu ihrer Villa kommen.

Als das Telefonat zu Ende ist, versucht Van Helsing erneut, Anshara auszuquetschen, doch diese weicht bei allen relevanten Fragen aus. Van Helsing wird zunehmend ungeduldig, da dauernd das Telefon klingelt, und er zu nichts kommt...

Nun bemüht sich der Tremere, den Namen der Kneipe herauszubekommen, wo Anshara Erich Sand getroffen hatte, aber Anshara kann sich nicht daran erinnern. Wer merkt sich schon den Namen einer billigen Kneipe?

Nun klingelt es an der Haustür, und Van Helsing ist langsam wirklich frustriert, da Anshara ihn einfach sitzenläßt, um die Tür zu öffnen. Sie fragt sich, wo Michelle eigentlich steckt, denn schließlich wäre so etwas deren Aufgabe. Vermutlich bastelt ihr Ghul mal wieder an etwas eminent Wichtigem herum...

Anshara öffnet, und Miyu steht vor der Tür. Sie beklagt sich bitterlich über den Prinzen, und Anshara stimmt mitfühlend zu. Sie unterhalten sich eine Weile, dann fällt Anshara Van Helsing wieder ein. Sie sagt, Miyu solle draußen warten und macht kurzerhand die Tür zu. Die Chinesin bleibt verdattert stehen.

Nun geht Anshara zu Van Helsing zurück. Natürlich klingelt wieder das Telefon. Es ist noch einmal Rosco, der Anshara warnt, daß der Prinz ein paar Typen losgeschickt hat, um sie zu überfallen. Anshara findet das gar nicht gut und komplimentiert Van Helsing aus dem Haus.

An der Tür trifft er auf Miyu, die immer noch da steht und sich mit Jean unterhält, der gerade von seinem Hotel hier hergekommen ist.

Sara ist mittlerweile auch hinzugestoßen, und Anshara gibt dieser einen Koffer, mit der Empfehlung ihre Sachen zu packen. Die Toreador tut exakt dasselbe. Auf Saras Frage entgegnet Anshara, daß sie weg müssen, weil offenbar ein paar Schläger des Prinzen hier vorbeikommen. Allerdings will Anshara erst einmal ihre wichtigsten Sachen zusammenpacken, soviel Zeit müßte ja noch sein. Auch eine Kühltasche wird mit Blutkonserven als Notration gefüllt.

Anshara beschließt für den Rest der Anwesenden, daß sie ins Nebenhaus gehen sollten und dort die Attacke des Prinzen abwarten sollten, und sie schleppt ihren Koffer und die Kühltasche hinüber. Der Rest folgt ihr, und sie betreten das Haus.

Plötzlich fällt Anshara auf, daß sie Michelle ganz vergessen hat, und sie geht noch einmal zurück, um sie zu holen. Michelle kommt ein wenig widerstrebend mit in das Spukhaus, denn sie arbeitete gerade an einem neuen Experiment, einer selbstentwickelten Haarfarbe auf Pflanzenbasis, die ihre kupferroten Haare in ein mattes Schwarz verwandelt hat.

Das Haus hat immer noch eine grüne Aura, und den Kainskindern mit Auspex (Anshara, Van Helsing, Jean sowie Michelle) stellen sich die Nackenhaare auf. Ansharas Koffer springt wie von Geisterhand geöffnet auf und einige Sachen fallen heraus, was die kleine Vampirin ziemlich empörend findet. Sie stopft alles zurück.

In Treppenhaus regnet wieder das Blut herab, und Miyu grapscht sich zwei Schuhe aus Ansharas Koffer und will sie offenbar als Werkzeuge verwenden, bzw. um die Ungefährlichkeit des Blutes zu ermitteln. Entrüstet wetzt Anshara hinter Miyu her, als diese die Treppe hinaufläuft, wo sich das Blut sammelt. Noch vor der Blutlache entreißt sie der Gangrel die Schuhe und packt sie wieder in den Koffer zurück.

Nun gehen Van Helsing und Anshara nach oben zu der Blutlache und testen sie mit Thaumaturgie 1: Sinn fürs Blut. Da beide ihren Wurf vergeigen sind sie der felsenfesten Überzeugung, daß es sich um das Blut von Cain handelt. Jean probiert auch Thaumaturgie 1: Sinn fürs Blut und merkt was anderes, wird aber überstimmt.

Draußen wird es langsam hell, also flüchten die Kainskinder in den Keller. Anshara beschließt, einen Schutzzauber zu machen, damit niemand sie angreifen kann (sie hat mal in einem Buch gelesen, daß es so etwas gibt, kann sich aber nicht mehr so recht daran erinnern) und improvisiert ein paar magische Symbole, die sie in die Luft malt. Es sieht irgendwie merkwürdig aus.

Van Helsing malt nun auch ein paar magische Symbole in die Luft, die zu glühen beginnen, und plötzlich stehen die sechs Personen (Anshara, Jean, Sara, Miyu, Van Helsing und Michelle) auf einer mitternächtlichen Lichtung. Der Koffer ist nicht mitgekommen, nur alles, was die Kainskinder am Leibe trugen.

Anshara markiert einen Baum mit einem Band, damit sie die Lichtung auf jeden Fall wiedererkennen. Jean vermutet einen Zeitsprung. Sie wandern los und nehmen Kurs auf ein Dorf, das sie in der Nähe wahrgenommen haben.

Sie betreten die Taverne und sehen sich dort um. Es sind lauter Gestalten im Schankraum, die total mißgebildet und verwachsen aussehen. Als die Insassen Jean erspähen, beginnen sie, ihn mit allem zu bewerfen, was sie in die Finger kriegen. KOmmentare werden laut wie "Er muß doch eigentlich tot sein!" und so ähnlich.

Jean entschließt sich zu einem taktischen Rückzug und verläßt die Taverne. Anshara und Miyu versuchen, den Grund für die Feindseligkeiten zu ermitteln und fragen die Leute aus. Sie erfahren, daß Jean der Grund dafür sein soll, daß die Einwohner hier in Innsmouth so verkrüppelt sind. Er sei unzweifelhaft John Dee, der schon seit 150 Jahren tot ist, ein übler Vampir, ein Unsterblicher und ein böser Magier. John Dee habe alle hier verhext.

Die Leute fahren fort, daß sie alles über Vampire wissen - aus einem heiligen Buch, dem Buch von Nod. Es gäbe genau eine Kopie davon, die sich in der Bücherei befände.

Miyu und Anshara düsen zum Pfarrhaus, um den Pfarrer zu befragen, da dieser weiß, wo das Buch von Nod gerade ist. Mittlerweile ist es wohl gegen 02:00 Uhr nachts. Das Pfarrhaus ist irgendwie schief, als ob der Architekt betrunken gewesen wäre.


Rollenspiel auf dem FUNACON am 1996/08/03

Charakter Spieler
Spielleiter Baldur G. Idriel
Anshara St.Germain (Toreador) Stayka
Jean LeCartres (Toreador) Shavana
Matthias van Helsing (Tremere) T'al Sha-ya
Nicolas van Dorn (Caitiff) Erwood
Sara Sobieski (Ventrue) Kamisha
Vincent Lathram (Caitiff) The In-Betweener

NSCs: Matthew (Ghul von Vincent), diverse Irre (Malkavianer)


Plötzlich gibt es einen Blitz, Miyu ist weg, und ein nasser junger Mann steht an ihrer Stelle. Der Neuankömmling ist 1.80m groß, hellblond mit grauen Augen und wirkt wie Mitte zwanzig. Anshara ist sehr irritiert ob der farbenfrohen englischen Flüche des Mannes, ehe er sich - auf Englisch - erkundigt, wo er hier sei.

Anshara zuckt mit den Schultern und erklärt, daß sie es auch nicht wisse, und sie stellen sich einander vor. Der Mann heißt Nicolas van Dorn, kommt aus New York und ist definitiv ein Vampir, wie die Toreador per Auspex 2: Aura-Wahrnehmung ermittelt. Nicolas erzählt, daß er in einem Haus war und nach einem verschwundenen Kind suchte, wo er im Keller eine Wand entdeckte, die aufleuchtete. Ohne weitere Vorwarnung befand er sich anschließend hier.

Ein weiterer Blitz begleitet das Verschwinden von Michelle und das Auftauchen eines weiteren Mannes. Der Typ ist Mitte zwanzig, 1.90m groß, hat kurze mittelblonde Haare, grüne Augen und einen Vogel - einen Raben, der ihm auf der Schulter sitzt. Anshara auspext und stellt fest, daß es sich abermals um ein Kainskind handelt. Der Mann trägt einen schwarzen Ledermantel und Hut sowie etwas abgewetzte Jeans.

Natürlich stellen auch sie sich einander vor. Das Kainskind heißt Vincent Lathram und sein Rabe Matthew. Er erzählt, wie er hierhergekommen ist. Er sei durch ein Haus gekommen, wo ein offener Koffer im Flur lag, der ganz mit Staub und Spinnweben bedeckt war. Anshara ist außer sich. Vinc hat ihren Schmuck dabei und überreicht ihn der Toreador, als sie ihn als den ihren identifiziert.

Am Himmel steht mittlerweile in leuchtender Vollmond, obwohl sie in Essen gestern gerade Neumond hatten. Jeans Zeitsprung-Theorie klingt immer besser.

Nicolas geht nun in die Taverne, um seinerseits Nachforschungen anzustellen.

In einem Haus geht ein Licht an, und ein Schuß aus einer Schrottflinte löst sich. Van Helsing und Anshara werden getroffen, können den Schaden aber soaken. Die anderen weichen aus. Die Vampire geben sicherheitshalber Fersengeld, insbesondere, als jemand "Stirb, du Satan!" und ähnliches brüllt.

Nicolas kommt aus der Taverne zurück und schwenkt eine Pfundnote, die einen 'John William III.' anstatt 'Elisabeth II.' als Bild trägt. Anshara versteht nicht ganz, was daran besonderes ist, bis Nic es ihr erklärt. Van Helsing macht die anderen darauf aufmerksam, daß sie allmählich einen Schlafplatz suchen sollten. Nicolas will wissen, warum, aber Van Helsing redet sich heraus.

Der Rabe ist von Vincent auf Kundschaftertour ausgeschickt worden. Der Caitiff übersetzt die Entdeckungen des Vogels. Matthew will am liebsten weg von hier. Der Ort, über dem er kreist, sei 'das Zentrum'.

Anshara wirft mal wieder Auspex an und sieht nun einen schemenhaften Bau. Sie nimmt Kurs auf diesen, und die anderen folgen ihr.

Eine Frau kommt aus einem Haus und warnt sie vor 'dem Haus, wo die Verrückten sind, die glauben, daß sie Vampire sind'. Die Frau hat deutlich Angst vor Jean, also unterhält sich Anshara mit ihr. Sie erzählt, daß das Haus die Bibliothek ist.

Die Verrückten sind die Bibliothekare, die zuviel im Buch von Nod gelesen haben und sich nun für Vampire halten. Dann erzählt sie von dem anderen heiligen Buch, dem Buch Scarlett...

Anshara läßt sie die Göttin Scarlett zeichnen. Auf dem Bild ist ein Strichmännchen und das Clansymbol der Malkavianer zu sehen, der zerbrochene Spiegel. Die Frau ergreift bei der erstbesten Gelegenheit die Flucht.

Nicolas geht zu dem unsichtbaren Haus und wirft einen Stein in die Richtung. Es klirrt, und ein Mädchen und ein alter Mann tauchen auf. Der alte Mann ist sauer und will Nicolas mit zwanzig Stockhieben bestrafen.

Ein anderer Typ taucht auf und meint, alle müßten bestraft werden. Anshara versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Jetzt erscheint ein Mann mit Elvistolle, der sich als zweiter Bibliothekar vorstellt, und klagt Anshara wegen ihrer fürchterlichen Frisur an. Vincent wird von einer alten Frau angeklagt, daß er die alten Leute vergißt. Eine Frau klagt Van Helsing an, daß er unerlaubt in diese Gegend eingedrungen ist. Ein Arbeiter, der behauptet, die Bibliothek erbaut zu haben, klagt Jean des Einbruchs an. Ein Mädchen klagt Sara an, daß sie nur gestorben sei, ehe sie ein Kind bekommen hätte, weil sie keine Kinder wollte.

Die Menge versucht, die Kainskinder in die Bibliothek zu treiben, damit ihnen dort der Prozeß gemacht werden kann.

Zur Überraschung des Arbeiters bekennt sich Jean des Einbruchs und Tagediebstahls für schuldig, da er nichts dabei findet. Anshara wirft Präsenz 1: Entzücken an, und der Friseur ist prompt entzückt. Er meint, man könne ja doch noch etwas aus ihrer Frisur machen, woraufhin sie bestimmt auf Bewährung freikäme.

Mit den Anklägern sowie Jean und Anshara geht auch der Rest der Truppe in die Bibliothek. Die Gruppe bekommt den Eindruck, daß Van Helsings Anklägerin die Wichtigste von allen ist. In der Mitte des Gebäudes steht ein Glaskasten mit einem antiken Buch. Der Friseur bestätigt die Vermutung, daß es sich dabei um das Buch von Nod handelt.

Anshara scannt nun die wichtige Lady mit Auspex 4: Telepathie, aber sie denkt nur etwas Wirres, das mit Feen zu tun hat. Die sechs Vampire werden zur Anklagebank geführt, und die Anklagen werden erneut verlesen.

Die Frau fragt Van Helsing, was er in diesem Reich will, welches er unerlaubt betreten hätte, und der Tremere versichert, daß es sich nur um ein Versehen gehandelt habe. Auf dieselbe Frage erklärt Nicolas, daß er schließlich die Erlaubnis hatte, in das Haus zu gehen. Die Frau widerspricht energisch, da das Haus ihr gehöre.

Der alte Mann verordnet Nicolas noch mehr Stockhiebe. Man hält ihn fest, und als er geschlagen werden soll, versucht Nicolas, sich mit Beherrschung 1: Befehle für den müden Geist und Beherrschung 3: Der vergeßliche Geist dagegen zu wehren. Der Angreifer vergißt prompt, daß er Nicolas schlagen wollte und steuert nun auf Jean zu, um diesem die dreißig Hiebe zu verpassen.

Ziemlich unerwartet erklärt auf einmal die Chefin der Verrückten, daß sie sich hier in einer Welt neben der Welt befinden, die dem Feenreich nahesteht. Nicolas soll das verschwundene Mädchen mitnehmen und Anshara den verschollenen Jungen. Anshara gelingt es kunstvoll, Nicolas auch noch den Jungen anzudrehen, und Nic ist tatsächlich einverstanden.

Die Zeichnung des Übergangsrituals wird aus dem Gedächtnis der sechs gelöscht und sie versprechen, daß sie keinen der Eingänge mehr betreten.

So plötzlich, wie sie auf die Lichtung gelangt waren, sind sie zurück in dem Haus. Nicolas van Dorn ist nicht mehr dabei, er ist offenbar mit den beiden Kindern nach New York zurückgekehrt.

Inzwischen ist es 03:00 Uhr, und Anshara sieht ihren Koffer. Sie entsinnt sich Vincents Beschreibung, aber die Sachen sehen sauber und spinnwebenfrei aus. Zur Sicherheit checkt sie ihn per Auspex noch mal auf Spinnen, aber alles ist clean. Michelle liegt auch herum schläft.

Da der Prinz und seine Schläger hier immer noch eine Gefahr darstellen, beschließt Anshara, daß sie nun sicherheitshalber ein Hotel aufsuchen sollten. Sie nimmt ihren Koffer und die Kühltasche, und sie gehen zu Saras Auto. Die schlafende Michelle wird auch mit eingetütet.

* * *

Kapitel 6: Ein unvermutetes Ende

Man schreibt Freitag, den 26. April 1996, etwa gegen 18:00 Uhr.

Als Anshara und Co. den Fernseher anwerfen, sind sie leicht irritiert, daß ihr Aufenthalt im Zwischenreich eine satte Woche gedauert hat. Der positive Effekt ist die Tatsache, daß der ganze Kampf der Anarchen gegen Ex-Prinz Altfried Krupp bereits vorüber ist.

Krupp und ein Kumpane sind geflohen, und Alexander von Isenberg ist nun Regent von Essen, bis man ihn auch offiziell als Prinzen einsetzt.

Anshara ist beruhigt, da ihre Villa nicht beschädigt wurde, der Ex-Prinz hatte offenbar keine Zeit mehr gefunden, sie zu demolieren.

* * *

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